Psychometrie

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PSYCHOMETRIE

1. In der Psychologie bedeutet Psychometrie das Messen psychischer Erscheinungen, die  quantifizierende Beschreibung der Beziehungen psychischer Funktionen  untereinander und zwischen nichtpsychischen und psychischen Funktionen.

2. In der Parapsychologie bedeutet Psychometrie ASW-Leistungen mit Hilfe eines Psychischen  Induktors. Die alten Magnetiseure hatten das Phänomen bereits bei ihren  Somnambulen beobachtet.
 

Entdecker

Als eigentlicher Entdecker der Psychometrie gilt  jedoch Buchanan, der sie 1842 experimentell untersuchte und den Wortsinn als ein  Messen, Erfassen durch die Seele wiedergab:

Die Psychometrie ist die  Entwicklung und Ausübung der göttlichen Fähigkeiten im Menschen. Diese dunkle  Sphäre des IntelIekts, zu der die Weissagungen und Enthüllungen der Somnambulen  gehören, die Prophezeiungen der Heiligen wie die Voraussagen der  Schicksalsforscher, die geheimnisvollen Zeichen und plötzlichen Gefühle, die das  Verhalten so vieler Menschen bestimmen, die Vorgefühle des Todes oder des  Unglücks, die geheimen Einflüsse, die von manchen Gegenständen ausgehen - diese  Sphäre erhellt die psychometrische Wissenschaft. Denn sie gibt dem Menschen  Aufschluss über die Orientierung seiner transzendentalen Kräfte, welche die  philosophischen Theorien bisher verspotteten.

Buchanans Arbeit wurde von  seinem Schüler Denton fortgesetzt.

Es gibt zwei unterschiedliche  Darstellungen dieser Psychometrie:

Manche Autoren schränken die psychometrischen Möglichkeiten ein auf das  Erfassen von psychischen Inhalten des Vorbesitzers eines Induktors bis zu dem  Zeitpunkt, als dieser das psychometrische Objekt aus der Hand gab.

Dagegen treten offensichtlich Sensitive wie Croiset mittels des  Induktors im Moment des Betrachtens oder Berührens in einen telepathischen  Rapport mit der Zielperson, und manchmal enthalten die Aussagen sogar  präkognitive Elemente.

Andere Autoren schließen die Telepathie aus und  beschränken die Psychometrie auf Hellsehen und Präkognition oder, wie Driesch,  nur auf die Retrokognition.

Weitere Unterscheidungen beziehen sich auf  das psychometrische Objekt. Es kann ein lebloser, aber auch ein organischer  Gegenstand sein. Es kann einem Menschen gehört haben, aber auch eine  Gesteinsprobe oder Ãhnliches aus vormenschlicher Zeit sein. (Wird in diesem  letzteren Fall die Beschreibung einer frühen geologischen Epoche geliefert, so  handelt es sich nicht nachweisbar um Hellsehen: Es kann eine reine Leistung der  Phantasie sein, sobald sich aber die Schilderung verifizieren lässt, ist die  gemachte Erfahrung auch Inhalt der Psyche eines anderen Menschen, und damit wäre  Telepathie eine mögliche Erklärung.).

Die Vermutung, dass jedes Objekt  ein Energiefeld besitzt, in dem sich Spuren seiner Geschichte finden, die der  Sensitive erspürt, wird spätestens dann problematisch, wenn der Induktor z. B.  die Fotografie der Zielperson ist.

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